Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „So tickt Deutschland“ freuen sich auf die Videopremiere ihres im Rahmen des Projektes erstellten Films im Beratungs- und BildungsCentrum am Hörsterplatz.

Filmprojekt "So tickt Deutschland"


Junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund beschäftigten sich im Rahmen eines Filmprojektes mit den kulturspezifischen Konflikten zwischen westlichen Freiheiten und religiösen Traditionen zugewanderter Menschen.

Im Rahmen des interkulturellen Film- und Bildungsprojektes des Beratungs- und BildungsCentrums der Diakonie Münster mit medienpädagogischer Unterstützung des Bürgerhaus Bennohaus haben sich junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund mit den kulturspezifischen Konflikten zwischen westlichen Freiheiten und religiösen Traditionen zugewanderter Menschen beschäftigt.

Die unter Anleitung von Christina Mahler und Ulla Thielemann-Dyballa, Mitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienstes des Beratungs- und BildungsCentrums, durchgeführte Aktion mündete in szenischen Darstellungen, die die Bedeutung der Werte und mögliche Konfliktsituationen im Alltag aus verschiedenen Blickwinkeln thematisierten. Die Szenen wurden von den jungen Mitwirkenden selbst entwickeltet und umgesetzt. Olga Kuleshova und Max Hafermann vom Mediending Münster, der Bereich für medienkulturelle Bildung im Bürgerhaus Bennohaus, sorgten für die medientechnische Anleitung. Gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Kultur und Sport.

Die mit viel Kreativität, Engagement und Spaß gedrehten Videoszenen wurden der Öffentlichkeit im Rahmen einer Aktion zu den Münsteraner Wochen gegen Rassismus in den Räumen des Beratungs- und BildungsCentrums am Hörsterplatz präsentiert. Die Uraufführung begeisterte neben den Mitwirkenden die Mitschülerinnen und Mitschüler des Jugendintegrationskurses der German Language Academy und eine Klasse der "Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte" (ESPA) mit ihren Lehrkräften. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von einem der Projektteilnehmer, dem klassischen Gitarristen Luca Romanelli.

Im Anschluss der Präsentation bot sich im Rahmen eines World Cafés Gelegenheit zum interkulturellen Austausch über individuelle Freiheitsvorstellungen, Interessen und Lebenspläne. Es wurden auch Tipps und Wünsche geäußert für ein besseres Einleben der neu Zugewanderten und ein gutes Zusammenleben. "Wir haben vergleichbare Bedürfnisse und Zukunftsvorstellungen und ticken ähnlich", beschreibt Ulla Thielemann-Dyballa das Fazit des Austauschs. "Persönliches Kennenlernen, Offenheit, Sensibilität und respektvoller Umgang sind Garanten gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus". "Wir sind alle anders, aber wir haben die gleichen Rechte", fasst eine Teilnehmerin das Projekt zusammen.

 
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