Pfarrer Jens Dechow als Bruder Gottfried.

Doppelausstellung zu 500 Jahren Reformation - Mehr als 1700 Besucherinnen und Besucher erreicht


Mit einer öffentlichen Führung verabschiedete der Evangelische Kirchenkreis Münster vorläufig eine Doppelausstellung zu '500 Jahren Reformation', die gegenwärtig durch das Münsterland reist.

Über 1700 Besucherinnen und Besucher wurden in mehr als 60 Führungen erreicht. Begrüßt von Pfarrer Dr. Jens Dechow, Schulreferent des Evangelischen Kirchenkreises Münster, der als zeitgenössischer 'Bruder Gottfried' Informationen "aus erster Hand" vermittelte, besuchten besonders Schulklassen und Konfirmandengruppen die interaktive Ausstellung. Gleich drei Orte - das Martin-Luther-Haus in Warendorf, das LukasZentrum und das Paul-Gerhardt-Haus in Gievenbeck - boten im Laufe von sechs Wochen Besuchsmöglichkeiten an.

Die auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Ausstellung "Mensch Martin - Hut ab!" führte an acht Stationen durch das Leben Martin Luthers. Die Besucher tauchten ein in seine Kindheit und reisten mit ihm an Orte, die sein Leben geprägt haben - u.a. zur Wartburg, wo Luther das Neue Testament übersetzte. Sie erlebten, wie er in Leisnig die Kastenordnung einführte und nahmen mit ihm an seinem Familientisch in Wittenberg Platz. Auf spielerische Weise wurde so Wissenswertes über die Reformation und die Wirkungen bis heute vermittelt.

Die Ausstellung "Frauen der Reformation - Gesichter und Geschichte(n)" zeigte die Auswirkungen der Reformation auf das Leben von Frauen und nahm dabei besonders regionale Anknüpfungspunkte auf. So standen hier Personen wie Fürstin Anna von Tecklenburg oder die Täuferfrauen im Mittelpunkt, die an der münsterländer Reformationsgeschichte mitgeschrieben haben.

Ein Wiedersehen mit der Ausstellung im Evangelischen Kirchenkreis Münster ist im September und Oktober möglich. Dann wird sie in der Evangelischen Kirchengemeinde Greven und im Stephanus-Gemeindezentrum in Lüdinghausen zu sehen sein.

 
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