Schülerinnen und Schüler der Wartburg-Grundschule vor der Tür des Evangelischen Kreiskirchenamtes Münster.

Thesenanschlag am Kreiskirchenamt


Nach Luthers Vorbild formulierten Kinder der Wartburg-Grundschule ihre Wünsche und veröffentlichten sie an verschiedenen Gebäuden in Münster.

"Was nicht gerecht ist, muss verändert werden!" Das ist eine der Thesen, die seit dem 18. Mai an der Eingangstür des Kreiskirchenamtes hängen. Hier wie an anderen Gebäuden in Münster haben Schülerinnen und Schülern der Wartburg-Grundschule ihre Wünsche veröffentlicht, die sie im Rahmen eines achtwöchigen Projekts zur Reformation formuliert haben.

In unterschiedlichen Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Kinder u.a. mit den Themen "Sprache erfindet sich immer wieder neu", "Musik tut der Seele gut" und "Angst hat jeder - aber was wir dann tun, ist unterschiedlich" - alles immer auch in Bezug auf Martin Luther. Ein zentrales Anliegen dabei war, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass und wie jeder von ihnen die Welt verändern kann; so lautete auch das Thema einer weiteren Arbeitsgruppe.

Vorbereitet wurde das Projekt im gesamten Schulkollegium mit Unterstützung durch den Schulreferenten des Ev. Kirchenkreises Münster, Pfarrer Dr. Jens Dechow. Als Leitmotiv diente dabei die Fragestellung "Was haben Martin Luther und die Reformation überhaupt mit der Schule zu tun?"

Dass das Vorhaben gelungen ist, zeigt sich an dem Engagement, mit dem die Kinder bei der Sache waren. Sie formulierten eigenständig das, was ihnen wichtig erscheint. Neben den Themen Gerechtigkeit und Umweltschutz gab es immer wieder auch den Hinweis auf die Bedeutung der Bildung: "Wer lesen kann, kann sich selbst informieren!" Eine These fiel als Kommentar zur aktuellen politischen Lage besonders auf: "Man sollte mehr aufpassen, wen man als Präsident wählt."

 
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