Teilnehmende des Workshops setzen sich mit unterschiedlichem Werteverständnis auseinander.

Wertedialog für interkulturelles Verständnis und Zusammenleben


Jugendmigrationsdienst des Beratungs- und BildungsCentrums der Diakonie Münster initiiert Workshop mit jungen deutschen und zugewanderten Menschen.

Wie kann das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft gelingen? Gibt es bedeutsame Unterschiede im Werteverständnis von jungen Deutschen und Zugewanderten? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich in diesen Tagen junge Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran und Eritrea, die seit zwei bis drei Jahren in Deutschland leben und Deutsche ohne Migrationsgeschichte im Rahmen eines vom Beratungs- und BildungsCentrum initiierten Workshops.

"Welche Werte schätzen die Deutschen besonders? Welche Werte sind den Menschen aus anderen Kulturen besonders wichtig? Hier ging es auch um einen Perspektivwechsel. Beim Vergleich der Wertepyramiden, die in einer Gruppenarbeit erstellt wurden, zeigt sich zum Beispiel, dass Menschen mit Migrationsgeschichte die Werte Familie und Religion höher bewerten als Deutsche. Ansonsten ließen sich allenfalls graduelle Unterschiede feststellen", betont Ulla Thielemann-Dyballa, Mitarbeiterin im Jugendmigrationsdienst des Beratungs- und BildungsCentrums und Initiatorin des Workshops.

"Gerechtigkeit und Sicherheit wurden mit Blick auf Deutsche wie Zugewanderte gleichermaßen hoch gewertet", betont sie. "Der Austausch über interkulturelle Erfahrungen in Alltagssituationen unter den Stichworten Kulturschock und Gleichberechtigung von Frauen und Männern brachte interessante, witzige und zum Teil befremdliche Erfahrungen und Erlebnisse zutage.

Vermisst werden mehr Begegnungsmöglichkeiten und Austausch im Alltag. Gegenseitiges Kennenlernen und Wertschätzen kultureller Vielfalt sind die besten Garanten gegen Rassismus", zieht Ulla Thielemann-Dyballa Bilanz.

 
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