Zukunftskonferenz - Die Idee

Superintendentin Meike Friedrich hatte auf der Sommersynode 2014 dafür geworben, sich konstruktiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie sich der Kirchenkreis mit seinen Gemeinden, Einrichtungen und Funktionsbereichen in Zukunft aufstellen will", wenn Finanzen, Personal und Gebäudestrukturen deutlich reduziert sein werden." Allgemein wird in der Evangelischen Kirche dabei von einem Zeitraum bis 2030 ausgegangen. "Wir sollten jetzt gestalten, wenn wir noch gestalten können", dafür hatte die Superintendentin plädiert und die Zustimmung und den Auftrag der Synodalversammlung erhalten, einen entsprechenden Prozess einzuleiten.

Auf dieser Seite erhalten Sie die jeweils aktuellen Informationen zum Stand der Vorbereitung und Durchführung der Zukunftskonferenz des Evangelischen Kirchenkreises Münster.


Dokumentation der Zukunftskonferenz


Mitgliedern eine Stimme geben - Gemeinsam Zukunft gestalten

Im Rahmen der Zukunftskonferenz sind Interviews mit Menschen entstanden, die in unterschiedlicher Nähe und Distanz zur Evangelischen Kirche stehen. Sie geben wichtige Hinweise darauf, welche Erfahrungen, Bedürfnisse und Einstellungen Kirche in der Gestaltung ihrer Zukunft berücksichtigen muss.

Hören Sie diesen Menschen hier zu.


Zukunftskonferenz tagte in Coerde

Im Dezember tagte die Zukunftskonferenz des Evangelischen Kirchenkreises Münster in der Speicherstadt in Coerde.

Ca. 80 Gäste aus dem Bereich des Kirchenkreises, aber auch Kooperationspartner und Personen aus der Öffentlichkeit wie Politik und Kultur hatten sich eingefunden, um darüber zu beraten, wie der Evangelische Kirchenkreis Münster sich in Zukunft aufstellen könnte.

Eingeladen hatte dazu Superintendentin Meike Friedrich vor dem Hintergrund der zu erwartenden veränderten finanziellen und strukturellen Bedingungen, unter denen Kirche in Zukunft ihre Aufgaben erfüllen muss. Ziel war es, sich so rechtzeitig mit Zukunftsfragen zu befassen, dass man nicht nur reagieren, sondern agieren könne.

Mit einer Mischung aus Gruppen- und Plenumsarbeiten, aber auch Impulsen in Form eines Leitet Herunterladen der Datei einVortrages von Superintendentin Meike Friedrich sowie eines Leitet Herunterladen der Datei einReferates von Prof. Dr. Christian Grethlein arbeiteten die Teilnehmenden an zwei Tagen intensiv unter der fachkundigen Leitung und Moderation von Klaus Titz und Monika Mannheim-Runkel vom Beratungsbüro Titz und Partner, Hannover. Ein auf Interviews beruhender Kurzfilm, der Meinungen und Einstellungen über die evangelische Kirche aus der externen Öffentlichkeit des Münsterlandes wiedergibt, gehörte ebenso zum Programm.

Arbeitsphasen wie eine Analyse der Ausgangslage des Kirchenkreises mit seinen Stärken und Schwächen oder ein biografiebezogener Blick auf die Zielgruppen der Kirche mündeten in die Entwicklung verschiedener Visionen für den Evangelischen Kirchenkreis Münster im Jahr 2030. Die Ergebnispräsentationen vor dem Gesamtplenum zeigten sich kreativ und ideenreich, etwa Herr Luther und Frau Käthe im häuslichen Gespräch über die Zukunft der Kirche oder das Servicetelefon des Kirchenkreises, bei dem Fragen aus der breiten Lebenswirklichkeit der Menschen einliefen.

Die Weiterentwicklung der religiösen Sprachfähigkeit auf dem Hintergrund der Lebenswirklichkeit der Menschen, die Kontaktmöglichkeit über neue digitale Medien sowie die Öffnung der Gestalt der Kirche und Gemeinde über parochiale Grenzen hinaus waren die drei Themenkomplexe, die sich im finalen Teil der Konferenz herauskristallisierten und für die differenzierte Beratung in einem breiteren Prozess empfohlen wurden.

Die Ergebnisse werden nun dokumentiert und auf einer Synodalversammlung am 9. April vorgestellt. "Ich hoffe, dass der Funke der Zukunftskonferenz auf alle hauptamtlich oder ehrenamtlich Verantwortlichen im Kirchenkreis überspringt und wir so einen breiten Diskussionsprozess mit einem zukunftsfähigen Ergebnis erleben", so Superintendentin Meike Friedrich im Anschluss an die Konferenz.

Zukunftskongress- Vorbereitung nimmt Fahrt auf

Die Vorbereitung des Zukunftskongresses, der am 5.und 6. Dezember 2015 im Evangelischen Kirchenkreis Münster stattfinden soll, nimmt Fahrt auf.

Im Januar verabschiedete die Steuerungsgruppe eine Liste von ca.90 Personen, die eine Einladung zu der Veranstaltung erhalten sollen. Ziel des Kongresses soll sein, angesichts veränderter personeller und finanzieller Ressourcen und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, eine Zukunftsperspektive für den Evangelischen Kirchenkreis Münster zu entwickeln. Die ausgewählten Personen aus allen Bereichen des Kirchenkreises, aber auch aus dem öffentlichen Leben, Politik, Kultur Bildung etc. nehmen exemplarisch für ihre jeweilige Gruppe an den Beratungen teil. Dabei kommt es der Steuerungsgruppe auf eine möglichst große Bandbreite an. Auch kirchlich distanzierte Personen und solche, die der evangelischen Kirchen bereits den Rücken zugekehrt haben, sollen Ihre Ideen und Erfahrungen mit einbringen.

"Ich hoffe, dass niemand, der nicht eingeladen ist, dies als persönliche Ablehnung versteht", so betont Superintendentin Meike Friedrich ausdrücklich den exemplarischen Charakter der Auswahl.

Auch inhaltlich trafen die Mitglieder der Steuerungsgruppe die ersten Verabredungen. Die Struktur der Veranstaltung soll den Blick von der Vergangenheit in die Gegenwart und dann in die Zukunft richten. Dabei ist besonders wichtig, dass es sich um ein Beteiligungsverfahren handelt. "Wir setzen auf Aktivität, auf Mittun", so Klaus Titz von der Beratungsagentur Titz und Partner, der den Kongress und auch die Vorbereitung moderiert.

"Die Einladungsbriefe sollen vor Ostern bei den betroffenen Personen eingehen", so Superintendentin Meike Friedrich, die von der Synode den Auftrag für die Einleitung des Zukunftskongress erhalten hatte.

Erste Schritte in die Zukunft

Im Oktober 2014 traf sich eine Steuerungsgruppe zur Planung und Vorbereitung des Zukunftskongresses, der im kommenden Jahr im Evangelischen Kirchenkreis Münster stattfinden soll.

In einer ersten Phase der Suche nach einem den Prozess begleitenden Beratungsunternehmen wurde mit der Beratungsagentur Titz & Partner aus Hannover ein entsprechender Vertrag geschlossen. Am 17. Oktober traf sich nun die von Superintendentin Friedrich zusammengestellte Steuerungsgruppe zu ersten konkreten Planungsschritten unter der Moderation von Klaus Titz. Leitend ist bei der Planung der Veranstaltung der Gedanke, dass die Teilnehmenden aktiv an der Entwicklung einer Zukunftsperspektive beteiligt sein sollen. "Es soll eine Form gefunden werden, bei der die Teilnehmenden Impulse bekommen, aber auch mit entwickeln", so Klaus Titze, der bereits mit der Friedenskirchengemeinde Münster sowie in diakonischen Einrichtungen Planungsprozesse begleitet hat.

Dafür bietet sich das Format eines Zukunftskongresses an, zu dem ca. 80 Personen eingeladen werden. Die Einladungsliste soll Anfang Dezember in einem sorgfältigen Besetzungsverfahren durch die Planungsgruppe zusammengestellt werden. Zu der Planungsgruppe gehören neben Superintendentin Meike Friedrich, Pfarrer Frank Winkelmeyer, Erlöserkirchengemeinde, Pfarrer Hartmut Haverkamp, Friedenskirchengemeinde, Stephan Degen, CVJM Münster, Frank Wilp, Friederike Lichtwark und Wolfgang Barenhoff vom Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises sowie Pfarrerin Kathrin Neuhaus-Dechow, Öffentlichkeitsarbeit. Der Zukunftskongress wird voraussichtlich am 4. und 5. Dezember 2015 stattfinden.

 
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