Foto: AK Asyl Olfen

„Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt."


1000 Boote falten im Gedenken an die im Jahr 2019 im Mittelmeer ertrunkenen Geflüchteten.

Der ökumenische Arbeitskreis Asyl Olfen hatte zu dieser Aktion aufgerufen und beteiligte sich damit an der Aktion der Evangelischen Frauenhilfe von Westfalen.

Die Resonanz war überwältigend. Viele Olfener haben Schiffe gefaltet und in die aufgestellten Boxen in der ev. Christuskirche und der kath. St. Vitus Kirche gelegt. Weit über 1000 Schiffchen kamen zusammen. Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, haben Mitglieder des AK Asyl die gebastelten Boote "durch Olfen schwimmen lassen", um der Toten zu gedenken und auf den Skandal um die zivile Seenotrettung und die Situation im Mittelmeer hinzuweisen. Am Marktplatz wurde im Rahmen einer Adventsfensteraktion ein Schaufenster zum Thema gestaltet. Dort wurden viele der Schiffe ausgestellt.

Die Aktion wurde durch Gottesdienste in beiden Kirchen begleitet. Am 6.12. waren die Schiffe in der evangelischen Christuskirche aufgebaut. Der Gottesdienst war thematisch auf die Situation der Ertrunkenen im Mittelmeer abgestimmt. Noah, ein Konfirmand, hatte eine Präsentation zum Thema Seenotrettung vorbereitet. Die Gottesdienstbesucher konnten am Ende des Gottesdienstes ein Schiff mit nach Hause nehmen und damit ihre Solidarität ausdrücken.

Am Tag der Menschenrechte wurde ein entsprechender Gottesdienst in der katholischen St. Vitus Kirche gefeiert. Auch hier "schwammen" die Schiffchen die Altarstufen hoch. Mitglieder des AK Asyl trugen Texte zum Thema vor. "Uns ist wichtig, dass die Ertrunkenen nicht vergessen werden.", schloss Flora, eine junge Mitstreiterin aus dem Arbeitskreis ihren Vortrag. "MAN LÄSST KEINE MENSCHEN ERTRINKEN. PUNKT."

Der AK Asyl protestiert mit dieser Aktion gegen die Politik der EU in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Sie solidarisieren sich mit Organisationen der zivilen Seenotrettung wie dem Bündnis United4Rescue und möchten erreichen, dass die Menschen in Olfen offen für die Aufnahme von Migranten und gegen die aktuelle Praxis der EU eintreten.

Ein Video zur Aktion finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 
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