Digital, dezentral, erfolgreich


Bilanz zum ersten, bundesweiten Ökumenischen Kirchentagssonntag Frankfurt, 8. Februar 2021

Die Verantwortlichen des 3. Ökumenischen Kirchentages ziehen nach dem am Sonntag, 07.02.2020 erstmals bundesweit gefeierten, Ökumenischen Kirchentagssonntag ein sehr positives Resümee. Mehr als 125 Gottesdienste wurden seitens der Gemeinden und Pfarreien für die Darstellung auf der ÖKT-Homepage angemeldet. Etwa die Hälfte aller Angebote wurde in digitaler oder hybrider Form durchgeführt, ein Großteil davon als ökumenische Gottesdienste. Neben Livestreams und YouTube-Videos gab es auch Andachtsformate auf Instagram und Zoom-Gottesdienste.

Neben den rund 125 Gottesdiensten, die dem Frankfurter Planungsteam gemeldet wurden, gab es deutschlandweit noch etliche weitere Gottesdienste, die Gemeinden und Pfarreien vor Ort eigenständig durchgeführt haben. "Digital und dezentral funktioniert", sagt Mario Zeißig, Sprecher des Ökumenischen Kirchentages dazu. "Der Ökumenische Kirchentagssonntag hat gezeigt, dass unsere Gemeinden interessiert sind und vielfältig auch digitale Begegnungsmöglichkeiten nutzen. Das gibt uns zusätzlichen Schwung für die laufenden Planungen." Dass knapp die Hälfte aller Gottesdienste ökumenisch gefeiert wurde zeigt auch, dass sich Gemeinden und Pfarreien schon jetzt gemeinsam auf den Weg zum 3. Ökumenischen Kirchentag machen.

Kirchentagssonntag setzt mit klaren Botschaften vielerorts Hoffnungszeichen

Genutzt wurden die Gottesdienste am Sonntag auch um klare Botschaften zu senden und Hoffnungszeichen zu setzen.

Die Präsidentin des 3. ÖKT Bettina Limperg nahm in ihrer Gastpredigt im Frankfurter Dom die gesellschaftliche Zerrissenheit in den Blick und forderte zu mehr Mitmenschlichkeit auf: "Dieser Tage wird so heftig um Freiheit und Bindungen gerungen, weil beides zusammengehört! Wir wollen mit dem 3. ÖKT der Mitmenschlichkeit viele Gesichter geben, wir wollen hinschauen und nicht wegsehen. Und aus alledem soll ein Handeln, soll ein Heilen an und in dieser Welt werden, soweit es eben in unserer Macht steht."

Der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Marc Frings machte im Onlinegottesdienst aus dem Dom in Fürstenwalde an einem Beispiel deutlich, was christliche Verantwortung in unserer Gesellschaft für ihn heißt: "Ich glaube tatsächlich nicht, dass man in dieser Welt leben kann, ohne sich verantwortlich zu fühlen, ohne Widerstand oder Unterstützung zu leisten. Als Beispiel: 95 Prozent aller Corona-Schutzimpfungen, die bislang verabreicht werden konnten, verteilen sich auf gerade einmal zehn Länder. Ich will nicht akzeptieren, dass Solidarität und christliches Miteinander nichts wert sein sollen in den politischen Arenen Europas."

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages Julia Helmke setzte der Mutlosigkeit das Vertrauen in die eigenen Ressourcen entgegen: "Wie fühlt man sich überwältigt von der schieren Größe der Herausforderungen: Die Not der geflüchteten und obdachlosen Menschen, das ungeheure Ausmaß des Klimawandels, die Folgen von Corona für die psychische Gesundheit und die Existenz so vieler. Was kann man denn tun? Wir wissen, die eigenen Ressourcen reichen eigentlich nie und dennoch sind sie so viel mehr, als wir uns zutrauen. Vor allem, wenn wir sie zusammentragen und im Vertrauen auf die Kraft Gottes miteinander teilen. Das ist das Wunder, damals wie heute."

Der Präsident des 3. ÖKT Thomas Sternberg machte in der Frankfurter St. Katharinenkirche deutlich: "Das grausame Virus, das inzwischen mehr als sechzigtausend Menschen allein in Deutschland und über 2,3 Millionen weltweit getötet hat, hat einen Strich durch alle Planungen gemacht. Und doch werden wir von Frankfurt aus ein starkes ökumenisches Zeichen senden und vom 13.-16. Mai die digitalen Möglichkeiten dafür voll ausnutzen."

Der Kirchentagssonntag kommt aus der Tradition des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT). Bundesweit werden Gemeinden eingeladen, den Kirchentagssonntag zur Einstimmung auf den kommenden Kirchentag zu feiern. 2021 findet der 3. Ökumenischer Kirchentag von 13.-16. Mai statt, digital und dezentral.

Kontakt:
3. Ökumenischer Kirchentag Frankfurt 2021 e. V.
Danziger Platz 12
60314 Frankfurt am Main
Tel.: 069 24 74 24-600
presse(at)oekt(dot)de

V.i.S.d.P.:
Mario Zeißig
Pressesprecher des 3. Ökumenischen Kirchentages

 
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