Einzug in den Gottesdienst: Pfarrer Dr. Moritz Gräper und Superintendent Holger Erdmann. Foto: Lukas Pietzner

Vielfalt als Grundwert im Pfarrberuf - Ordination von Pfarrer Dr. Moritz Gräper


In einem festlichen Gottesdienst fand jetzt die Ordination von Dr. Moritz Gräper durch den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Holger Erdmann statt.

Zahlreiche Weggefährt*innen Gräpers nahmen an dem Gottesdienst teil, für den die katholische Herz-Jesu-Kirche ihre Tür geöffnet hatte, weil hier die Corona-Abstandsregeln besser eingehalten werden konnten. Für die schwungvolle musikalische Gestaltung sorgten Popkantor Hans Werner Scharnowski und Phillip Holmer an Gitarre und Piano, Mitglieder des Chores Gaudeamus unter der Leitung von Brigitte Stumpf-Gieselmann sowie ein Blechbläserensemble des CVJM Steinfurt.

Die Ordination als Segnung und offizielle Beauftragung für den Dienst in der Kirche ist "einmalig im Leben einer Pfarrperson". Dies betonte Superintendent Holger Erdmann in seiner Anrede an den Ordinanden und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, Gräper als Pfarrer in seinem Kirchenkreis zu haben. In seiner Tätigkeit in der Auferstehungskirche sowie der Citykirchenarbeit habe er bereits gezeigt, dass er das kirchliche Leben sehr innovativ zu gestalten wisse. In eine Zeit des Umbruchs in der Kirche werde Gräper ordiniert. Das sei eine Herausforderung, aber auch eine Chance. "Es ist an eurer Generation, Kirche mutig umzubauen. Es ist an euch, auszuholen und mit vollem Schwung Altes wegzuwischen, damit Platz für Neues werden kann", ermutigte der Superintendent den 34 Jahre jungen Pfarrer, der verheiratet und Vater von Zwillingen ist.

Viele Erfahrungen und ein großes Netzwerk bringt Moritz Gräper dafür mit, dessen Lebenslauf neben der theologischen Ausbildung an der Universität, die er mit einer Promotion abschloss, Aufenthalte unter anderem in den USA, Südafrika und der Türkei aufweist.
Sichtlich bewegt nahm Gräper den Segen des Superintendenten zur Ordination entgegen, ergänzt durch zahlreiche Segensvoten aus der Kirchengemeinde und von bisherigen Weggefährt*innen. In seiner anschließenden Predigt betonte der jüngste Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises, dass jeder Mensch ungeachtet seiner Religion, Herkunft, sexuellen Orientierung, mit oder ohne Behinderung Ebenbild Gottes und dadurch voll unendlicher Würde sei.
"Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut," zitierte Gräper einen Text aus der Schöpfungsgeschichte und betonte, alle Menschen und die ganze Natur seien in diesen Satz eingeschlossen. "Dieser Grundwert trägt mich als Mensch und als Pastor."
Als Gräper zur Gitarre greift und ein afrikanisches Lied anstimmt, hat niemand mehr Zweifel daran, dass dieser Pfarrer Freude an seinem Beruf hat. Freude, die die Gottesdienstbesucher*innen sichtlich in den Bann zog.

 
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