Pfarrer Heinrich Kandzi rief in seiner Predigt zur Gelassenheit angesichts von Umbrüchen im persönlichen wie im gemeindlichen Kontext auf. Foto:KKMS

Verabschiedung von Pfarrer Heinrich Kandzi


Amt an prominenter Stelle vorbildlich gelebt

Mit festlichen Klängen der Orgel begann der Gottesdienst anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Heinrich Kandzi in den Ruhestand. Dass dieser wohlverdient ist, kann man wohl sagen, denn der Festgottesdienst in der Apostelkirche fiel fast mit dem 40-jährigen Dienstjubiläum Kandzis zusammen. Dass er 34 Jahre davon in der Innenstadtgemeinde gewirkt hat, stellte Superintendent Holger Erdmann in seiner Ansprache heraus und würdigte den scheidenden Pfarrer: "Sie haben hier an dieser prominenten Stelle in Münsters Innenstadt ihr Amt vorbildlich gelebt!"

Pfarrer Heinrich Kandzi selbst griff in der Predigt das Sonntagsevangelium mit der Zentralaussage "Sorget nicht!" heraus und kennzeichnete es als ein Wort, das "aus einer anderen Welt zu uns spricht". Gerade solche Worte brauche es, denn es gehe auch darum, auf der Basis dieser Zusage die Welt zu verändern. "Es sind auch Worte für eine andere Welt" betonte Kandzi und rief zur Gelassenheit angesichts von Umbrüchen im persönlichen wie im gemeindlichen Kontext auf.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Kreiskantor Konrad Paul an der Orgel sowie der Kantorei der Gemeinde. Für Heinrich Kandzi, dem neben vielen anderen Dingen die Kirchenmusik besonders am Herzen lag, ein besonderes Abschiedsgeschenk.

In den Grußworten, die sich an den Gottesdienst anschlossen, dankte Superintendent Holger Erdmann sehr herzlich für die Loyalität, Treue und Verlässlichkeit Kandzis und überbrachte die Grüße des gesamten Kirchenkreises.

Pfarrer Christoph Nooke, der als Kollege auch für das Presbyterium sprach lud Kandzi ein, in Frieden zu gehen, aber auch das Wiederkommen nicht zu vergessen.

Kandzi, der seinen Lebensschwerpunkt mit seiner Frau nach Lüneburg verlegen wird, versprach das und fügte hinzu: "Das ist genau die Strecke, die man morgens fahren kann und abends wieder zurück."

Die langjährige Kollegin Ulrike Krüger sprach von der "Würde und der Bürde" der Apostelkirche. Letztere solle Kandzi dalassen.

Zum Abschluss ergriff auch die Mitarbeitendenschaft das Wort und erinnerte an das Ausscheiden Krügers vor einem Jahr. Augenzwinkernd formulierten die Mitarbeitenden: "Vor einem Jahr ist Mama gegangen und nun geht der Papa!" Dass Kandzi ein Chef gewesen sei, der den Menschen auf Augenhöhe begegnete, wurde besonders betont. Seinen Abschluss fand der Festtag im Bonhoefferhaus mit einem kleinen Empfang.

 
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