Zahlreiche Vertreter von Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises nehmen ihre Sammelboxen auf der Synode entgegen. Foto: Kathrin Neuhaus-Dechow

Pfarrerinnen und Pfarrer auf dem Kirchenrad


Synode des Evangelischen Kirchenkreises Münster tagte in der Erlöserkirche.

Pfarrer und Pfarrerinnen der Gemeinden und Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Münster können demnächst ihre Fahrten durch die Gemeinde und an sonstige Dienstorte mit dem dienstlichen e.Bike erledigen. Einen entsprechenden Förderbeschluss fasste jetzt die Synode des Kirchenkreises, die unter der Leitung von Superintendent Ulf Schlien in Münster zusammenkam. Das spezielle 'Kirchenrad' wird aus Mitteln der Landeskirche und des kreiskirchlichen Klimaschutzfonds zur Verfügung gestellt. "Eine Maßnahme, die die Umwelt schützt, zur Gesundheit beiträgt und zudem Fahrtkosten spart", freut sich Pfarrer Dr. Jens Dechow vom Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung, der den Antrag eingebracht hatte.

Im Zentrum der Herbstsynode standen die Haushaltsberatungen für das Jahr 2019. In seiner Haushaltsrede konnte der Vorsitzende des synodalen Finanzausschusses Klaus Jennert von einer gegenwärtig noch positiven Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen berichten. Diese ermöglichen es, den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen in den kommenden Jahren höhere Mittel zuzuweisen als in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2021 ursprünglich vorgesehen war.

Die Kreissynode verabschiedete auf diesem Hintergrund einen kreiskirchlichen Haushalt, der vorsieht, den Kirchengemeinden von den voraussichtlichen Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 14,8 Millionen Euro rund 8,7 Millionen Euro zuzuweisen. Sie finanzieren aus ihrem Etat alle Ausgaben inklusive der Pfarrbesoldungspauschale.

Die Gemeinsamen Gemeindlichen Dienste (Kindertageseinrichtungen, Diakonie Münster, Bildung und Erziehung und Offene Jugendarbeit) erhalten zusammen 2.659.000 Euro. Für die Erfüllung seiner gemeindeübergreifenden Aufgaben stehen dem Kirchenkreis knapp 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zur Finanzierung der landeskirchlich organisierten kirchlichen Entwicklungshilfe, Weltmission und Ökumene trägt der Evangelische Kirchenkreis Münster 2019 rd. 760.000 Euro bei.

Einnahmen darüber hinaus werden der Rücklage zugeführt. Diese sollen u.a. Gestaltungsspielräume öffnen für einen synodalen Strukturausschuss, dessen Besetzung einer der weiteren Schwerpunktaufgaben der Kreissynode war. Gewählt wurden insgesamt 12 Mitglieder aus Laien, hauptamtlichen Mitarbeitenden und Theologinnen und Theologen, die nun Vorschläge zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der gemeindlichen und kreiskirchlichen Strukturen ausarbeiten werden.

Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis und der Evangelischen Familienbildungsstätte Münster zum Thema Inklusion wurde den Synodalen durch Andrea Berghaus-Micke von der fabimünster vorgestellt. Eine Arbeitshilfe, mit der Angebote in den Gemeinden und Einrichtungen auf Ihre Barrierefreiheit hin überprüft werden können, steht nun zur Verfügung. Weitere etwa zum Thema bauliche Barrieren, leichter Sprache u.ä. werden folgen und dienen dem Ziel einer inklusiven kirchlichen Arbeit.

Schließlich konnte Superintendent Ulf Schlien einen Startpunkt für die Handy-Aktion des Kirchenkreises setzen und an zahlreiche Gemeinden und Einrichtungen Boxen zum Sammeln von Althandys aushändigen. Die Aktion startet am 1. Advent und zielt neben einer Sensibilisierung für einen nachhaltigen Umgang mit dem Handy darauf ab, durch Recycling wertvolle Rohstoffe wiederzuverwerten und zudem soziale Projekte in Rohstoffabbauländern zu fördern.    Kathrin Neuhaus-Dechow

 
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