"MENSCH, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“


Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit begeht "Woche der Brüderlichkeit"

Im März eines jeden Jahres begehen die 84 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die "Woche der Brüderlichkeit", die in diesem Jahr unter das Thema "MENSCH, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft" gestellt ist. Auch in diesem Jahr finden in Münster wieder eine Reihe von Veranstaltungen statt.

Die Eröffnungsveranstaltung wird in Münster seit Jahren mit großem Engagement von Schülern sowie Jugendlichen aus den Kirchengemeinden und der Jüdischen Kultusgemeinde vorbereitet, in diesem Jahr von Schülern des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Münster. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird auch der Dr. Julius Voos-Preis verliehen, der von der Gesellschaft in der Absicht gestiftet worden ist, junge Menschen für ihre Beschäftigung mit christlich-jüdischen Themen zu ehren.

Der thematische Auftakt aus Musik und einem Kurzfilm zum Thema "Wie antisemitisch ist Münster?" wird im Foyer des Rathausfestsaales mit einem geselligen Beisammensein bei Wein und Früchten aus Israel fortgesetzt.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster (CJZ) lädt alle interessierten Bürger am Montag, dem 11. März 2019 um 20 Uhr zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit zu einem Abend der Begegnung zwischen Juden und Christen und allen Freunden der christlich-jüdischen Zusammenarbeit in den Festsaal des Rathauses, Prinzipalmarkt ein.

Am Mittwoch, dem 13. März 2019 um 19 Uhr spricht Dr. Georg M. Hafner im Schalom-Saal der Jüdischen Gemeinde, Klosterstr. 8-9, über "Das Kreuz mit der Israelkritik". Nirgendwo auf der Welt sind prozentual mehr Journalisten akkreditiert als in Israel. Entsprechend hart ist der Wettbewerb um die schnellste News, die härteste Geschichte, die emotionalste Story. Schnelligkeit aber macht anfällig für Manipulation. Journalisten werden so zu Kombattanten im Medienkrieg. Vielfach sind sie sich dieser Rolle nicht bewusst, zuweilen aber spielen sie aktiv mit. Doch ob vorsätzlich oder fahrlässig - für die Betroffenen macht das kaum einen Unterschied. Weltweit werden Juden für die israelische Politik haftbar gemacht und zur Zielscheibe antisemitischer Stimmungsmache. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Münster und dem Geschichtsort Villa ten Hompel statt.

"Fabian" ist Erich Kästners Meisterwerk über die Berliner Verhältnisse der "roaring twenties". Doch der Roman wurde vor seinem Erscheinen verändert und gekürzt. Jetzt liegt er zum ersten Mal so vor, wie Kästner ihn geschrieben und gemeint hat und unter dem Originaltitel "Der Gang vor die Hunde" - Wort für Wort rekonstruiert vom Kästner-Experte Prof. Dr. Sven Hanuschek, der das Werk Wort für Wort rekonstruiert hat, wird von seiner Arbeit an der Neuausgabe erzählen und Passagen des Romans literaturhistorisch einordnen. Die Kooperationsveranstaltung mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel und Gegen Vergessen - Für Demokratie beginnt am Donnerstag, dem 14. März 2019 um 19 Uhr in der Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28.

Zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit bietet die CJZ am Sonntag, dem 17. März 2019 um 15 Uhr unter der Leitung von Andreas Determann einen Rundgang zu Stätten jüdischen Lebens in Münster an. Anhand von ausgewählten Stationen soll dem jüdischen Leben in Münster vom Mittelalter bis in die "Gegenwart" nachgegangen werden. Teffpunkt ist am Syndikatplatz (Hintereingang von poertgen-herder), das Teilnehmerentgelt beträgt 5,- €.

 
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