Synodalversammlung während einer Abstimmung. Foto: KKMS

Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster gegen Kriminalisierung des Kirchenasyls


Die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Münster tagte im Juni unter der Leitung von Superintendent Ulf Schlien in der Andreaskirche in Coerde.

Als eines der Schwerpunktthemen haben sich die ca. 90 Synodalen mit der Hauptvorlage der Westfälischen Landeskirche zu Kirche und Migration befasst. Konkrete Beschlüsse wurden dabei in Bezug auf das Thema Kirchenasyl gefasst. Die Kirchenleitung der EKvW wurde aufgefordert, gegenüber der Innenministerkonferenz und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einer Kriminalisierung des Kirchenasyls entgegenzutreten. Vielmehr sei zurückzukehren zu einer 2015 gemeinsam beschlossenen Vereinbarung zwischen Kirche und Staat zum Umgang mit Kirchenasyl, die einseitig von Seiten des BAMF aufgekündigt worden sei. Klar positionierte sich die Synode auch gegen die Überprüfung der Aufrichtigkeit der Taufe von Geflüchteten im Rahmen von Asylverfahren.

Im Rahmen eines landeskirchlichen Stellungnahmeverfahrens zum Thema Ehe und Trauung votierte die Kreissynode dafür, in der Evangelischen Kirche von Westfalen zukünftig unterschiedslos für alle verheirateten Paare die Trauung zu vollziehen. Bisher wurde für gleichgeschlechtliche Paare eine Segnung statt einer Trauung vollzogen.

Auch Stellungnahmen gegenüber der Landeskirche zu Themen wie Abendmahl, Pfarrstellenbesetzungsgesetz und Verwaltungsorganisationsgesetz standen auf der Tagesordnung. Ebenso wurde der dritte Teil des Gesundheitskonzeptes des Kirchenkreises beschlossen, das sich auf die Berufsgruppen der Kirchenmusiker*innen, Pädagogischen Fachkräfte in der Jugendarbeit sowie Küster*innen und Reinigungsfachkräfte bezog. Zur Erhebung der Bedürfnisse und der Arbeitssituation dieser Berufsgruppen hatten zuvor Workshops stattgefunden, über deren Ergebnisse die Synodalen ausführlich informiert wurden.

Unter der Leitung des Nominierungsausschutzvorsitzenden Pfarrer Thomas Groll wurden Synodalmitglieder in verschiedene synodale Ausschüsse gewählt: Annika Klappert, Pfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde Münster in den Ausschuss für interreligiösen Dialog, in den Ausschuss Mission/Eine Welt Pfarrer Thomas Ehrenberg aus der Thomaskirchengemeinde Münster. Die Pfarrer Stephan Draheim, Landeskirchlicher Polizeipfarrer, und Karl-Heinz Köster, Krankenhausseelsorger am UKM, sind neue Mitglieder im Ausschuss für Seelsorge und Beratung.

 
RSS-Feed abonnieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu unserer Verwendung von Cookies sowie Datenschutz finden Sie unter Datenschutz.

OK