Ehrenamt - wie geht es Dir?


Ehrenamt - wie geht es Dir? - Diese Frage stellt der Evangelische Kirchenkreis  Münster in einer groß angelegten Befragung aller Ehrenamtlichen in Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises.

Münster/Anja Schipke arbeitet seit 25 Jahren als Ehrenamtliche in Kirche und Gemeinden. Angefangen hat sie, als die Kinder noch klein waren und es nicht genügend Plätze im Kindergarten gab. Viele Erfahrungen hat sie in all den Jahren gesammelt, die sie nun als inzwischen Synodalbeauftragte für das Ehrenamt im Kirchenkreis - natürlich ehrenamtlich - einbringt. Gemeinsam mit Pfarrer Thomas Groll, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Salutogenese, Björn Rode vom Institut für Kirche und Gesellschaft, beauftragt für das Ehrenamt, und Superintendent Ulf Schlien stellte sie das Konzept jetzt der Öffentlichkeit vor.

Mindestens 3000 Menschen sind es nach Schätzung von Superintendent Ulf Schlien, die da im Kirchenkreis mit großem Engagement und unentgeltlich wichtige Aufgaben übernehmen. "Sie sollen sich wohlfühlen und gesund dabei bleiben", erläutert Thomas Groll das Anliegen der Befragung: "Wir haben phantastische Menschen, die haben aber bestimmte Lebensphasen und Bedürfnisse, denen entsprochen werden sollte." Seit einiger Zeit erarbeitet der Evangelische Kirchenkreis Münster ein Gesundheitskonzept für alle Mitarbeitenden.

Nachdem für die Hauptamtlichen aufgrund von Befragungen gesundheitsfördernde Maßnahmen von der Synode beschlossen wurden, sollen nun auch die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Gemeinden und Einrichtungen in den Blick kommen. Das ist nach Einschätzung von Björn Rode im Rahmen der Evangelischen Kirche in Deutschland das erste Mal, dass auch ein Gesundheitskonzept explizit für Ehrenamtliche erarbeitet wird.

Wie fühlen sich die Ehrenamtlichen in der Zusammenarbeit? Haben sie den Rahmen, um ihre Arbeit machen zu können? Dies und mehr wollen die Verantwortlichen bei der Erfragung herausfinden und hoffen, dass sich viele Ehrenamtliche beteiligen.

Was vermuten die Befrager als Antworten? Aus den Befragungen der Hauptamtlichen wissen die erfahrenen 'Salutogenetiker', dass die Themen Wertschätzung und Kommunikation, aber auch Überforderung häufig im Vordergrund stehen. Wertschätzung und Kommunikation stünden dabei in engem Zusammenhang, vermutet Superintendent Schlien. "Rückmeldekultur ist eine Form der Wertschätzung", so der leitende Pfarrer des Kirchenkreises. Die Befragung selber mit ihrer Bitte um Rückmeldung geht dabei nun mit gutem Beispiel voran. Mindestens 5000 Euro nimmt der Kirchenkreis dafür in die Hand, und die Verantwortlichen für das Ehrenamt sind sich sicher, dass dies gut angelegtes Geld ist. 

Seit Anfang Oktober können die Ehrenamtlichen die Informationen zur Befragung und den Fragebogen auf der Homepage des Evangelischen Kirchenkreises online bearbeiten oder auch in den Gemeindebüros oder den Einrichtungen, in denen sie tätig sind, in Papierform erhalten. Bis Ende November läuft die Befragung. Dann geht es an die Auswertung durch das Institut für Kirche und Gesellschaft in Villigst. Nach der Auswertung wird das Ergebnis und die daraus resultierenden Gesundheitsmaßnahmen für Ehrenamtliche in der Herbstsynode vorgestellt. Nun müssen nur noch möglichst alle mitmachen!

Zum Fragbogen der Online-Befragung geht es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 
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