„Ich weiß, wohin ich gehen werde“ - Abschied von einem ‚unverwechselbaren Typen‘


Gedenkgottesdienst für Superintendent Ulf Schlien in Münster.

In einer bewegenden Trauerfeier in der Apostelkirche Münster nahmen Familie, Angehörige, Freunde, Kollegen und Kolleginnen aus dem Evangelischen Kirchenkreis Münster, dem Gestaltungsraum und der Landeskirche Abschied von Superintendent Ulf Schlien, der am 14. Oktober plötzlich verstorben war. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Ökumene, Politik und Gesellschaft waren unter den zahlreichen Trauergästen, die sich zuvor in einer langen Reihe vor der Kirche in ein Kondolenzbuch eintrugen.

"Wie ein Dieb in der Nacht schlich sich der Tod heran", so beschrieb die Präses der Evangelischen Kirche von Westfallen Anette Kurschus in Ihrer Predigt den für alle bestürzenden plötzlichen Abschied von Ulf Schlien. Sein Tod lasse sprachlos und verunsichert zurück, lasse aber gleichzeitig das einzigartige Leben, von dem nun Abschied genommen werden müsse, umso heller leuchten. Ein 'unverwechselbarer Typ' sei er gewesen, fest im Vertrauen auf Gott - und dadurch aufgeschlossen für alle Schönheiten und Verrücktheiten des Lebens, frei für mutige Wagnisse und ungewöhnliche Wege, gelassen in Schwierigkeiten und Widerständen, getrost in Ängsten und Zweifeln.

"Ich weiß, wohin ich einmal gehen werde." Dieser Satz, von Ulf Schlien gesagt in einem Gespräch am Tag vor seinem Tod, sei nun ein Trost und Geschenk für die Hinterbliebenen.

Im Februar 2018 erst hatte Präses Anette Kurschus Ulf Schlien in das Amt des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreis Münster eingeführt. Auf einen hoffnungsvollen Weg habe sich der Kirchenkreis damit gemacht, der nun jäh abgebrochen sei, so Kurschus. Und doch habe Ulf Schlien mit seinen besonderen Gaben für das Leitungsamt in diesen gut eineinhalb Jahren bewährte Gleise fortgeführt und neue Gleise gelegt, an denen andere nun weiter bauen könnten. "In all dem blieb er spürbar gegründet im Schutz des Allmächtigen und konnte dadurch beherzt Verantwortung wahrnehmen, Stabilität vermitteln und Ruhe ausstrahlen. Er war ein Mensch, von dem Segen ausging. Segen, der bleibt. Auch über seinen Tod hinaus."

Am Tag vor seinem Tod hatte Superintendent Ulf Schlien in einer Predigt noch von dem aufrichtenden und tröstenden Charakter der Musik gesprochen. Dieser wurde eindrücklich spürbar in der musikalischen Rahmung des Gedenkgottesdienstes, gestaltet von Kreiskantor Konrad Paul und Popkantor Hans Werner Scharnowski sowie der Kantorei an der Apostelkirche.

Den Wortlaut der Predigt von Präses Anette Kurschus finden Sie hier >>.

 
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