Dvorak‘s Stabat Mater in der Apostelkirche


Kantor Konrad Paul dirigiert am kommenden Wochenende sein erstes großes Konzert in der Apostelkirche

Die Kantorei an der Apostelkirche wird am 16. Und 17. November unter ihrem neuen Kantor Konrad Paul das erste große Oratorienkonzert gestalten. Auf dem Programm steht ein in einer evangelischen Kirche ungewöhnliches Stück: Das STABAT MATER von Antonin Dvorak. Es wird erstmalig in der Apostelkirche erklingen.

Das "Stabat Mater" von dem tschechischen Komponisten Antonín Dvorák stellt die umfangreichste musikalische Vertonung der altchristlichen lateinischen Sequenz dar und entstand um 1875. In dem spätromantischen Oratorium zugrunde liegenden Text stehen die Schmerzen Marias über den Tod Jesu am Kreuz im Zentrum. Vieles daran wirkt für unsere Ohren heute befremdlich; andererseits werden wir nahezu täglich mit erschütternden Nachrichten über den Schmerz der Eltern von verunglückten oder sterbenskranken Kindern konfrontiert. Gibt es etwas schlimmeres, das eigene Kind sterben zu sehen?

Kantor Konrad Paul faszinierte das STABAT MATER von Dvorak schon lange vor seinem Amtsantritt in Münster. Nun hat er es für sein Antrittskonzert in Münster ausgewählt," für einen evangelischen Kirchenmusiker erstaunlich, aber für eine katholisch geprägte Stadt dann auch wieder nicht.", so der Kantor, dem die Ökumene - auch in musikalischer Sicht - sehr am Herzen liegt. "Dvoraks Stabat Mater ist ein zutiefst emotionales Werk, mit ausgeklügelter Klangarchitektur und erstaunlichen musikalischer Suggestionskraft", kommt Konrad Paul ins Schwärmen. Die Melodik ist sehr eingängig und von großer Wirkung. Dem Orchester kommt ein viel größerer Part als bloße Begleitung des Chores zu: Es nimmt aktiv an der Vorstellung und Durchführung der wichtigen musikalischen Themen teil. Mit dem erweiterten Folkwang Kammerorchester Essen, das diesen Part übernehmen wird, hat Konrad Paul schon an seiner alten Wirkungsstätte in Oberhausen mehrmals erfolgreich zusammengearbeitet. Die Musiker freuen sich besonders auf eine Premiere in Münster mit einem so eindrucksvollen Werk.

Das Solistenquartett hat große Aufgaben in dem Werk: Es tritt oftmals als Quartett auf, aber auch etliche Nummern werden durch einen Solisten bzw. als Duett gestaltet. In den beiden Aufführungen werden große Stimmen aus der Deutschen Oper am Rhein, dem Aalto Theater Essen und dem Theater Münster erwartet. Ausführende sind Inga-Britt Anderson (Sopran), Eva Trummer (Alt), Albrecht Kludszuweit (Tenor) und Jens Hamann (Bass).

Es passte gut, dass gleichzeitig in der Apostelkirche eine Ausstellung zum Thema "Melancholie" des Künstlers Jens Thiele stattfindet. Seine Bilder passen thematisch perfekt zum Stabat Mater, so dass ein Bild für die Plakate und Programmhefte ausgewählt wurde. Die beiden Aufführungen finden am Samstag, 16. 11. Um 17 Uhr und Sonntag, 17.11. um 16 Uhr in der Apostelkirche (Neubrückenstr.) statt. Karten zu 25/20/15 € sind ab sofort bei Mackenbrock (Bogenstr. 7) und Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

 
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