Pastor Dr. Jens Beckmann, Präses Dr. a. c. Annette Kurschus, Wilfried Koopmann, Renate Letsch und Superintendent Klaus Majoress nach dem Einführungsgottesdienst. Foto: EPS

Ev. Perthes-Stiftung


Präses Annette Kurschus führt Dr. Jens Beckmann in sein Amt als Theologischer Vorstand der Evangelischen Perthes-Stiftung ein

Münster, 21.08.2020. Pastor Dr. Jens Beckmann, seit Anfang August neuer Theologischer Vorstand der Evangelischen Perthes-Stiftung (EPS) in Münster, wurde heute im Rahmen eines Gottesdienstes von der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h. c. Annette Kurschus, in sein Amt eingeführt.

Annette Kurschus nahm in ihrer Ansprache Bezug auf Sacharja 8, 3-6, die "Stadt der Treue": "Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen: Selbst wenn das dem Rest dieses Volkes in dieser Zeit unmöglich scheint, sollte es darum auch mir unmöglich scheinen?" Die Diakonie sei wie ein Floh, den Gott den Menschen ins Ohr gesetzt habe: "Nehmen Sie das Bild der "Stadt der Treue" mit in Ihre Arbeit in der Evangelischen Perthes-Stiftung und lassen Sie sich ein auf den göttlichen Floh!", riet Kurschus dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands und wünschte ihm Gottes guten Segen für die verantwortungsvolle Arbeit in der Leitung des westfalenweit agierenden diakonischen Trägers.

"Niemand hat Gott jemals gesehen. Aber wenn wir einander lieben, ist Gott in uns gegenwärtig. Dann hat seine Liebe in uns ihr Ziel erreicht." (1. Joh. 4, 12)

In seiner Kurzpredigt beschäftigte sich Dr. Jens Beckmann mit der Liebe Gottes (1. Joh. 4). Was macht diakonisches Handeln aus? Wie zeigt sich "Diakonisches Profil"? Bezogen auf diese Fragen liegt für Beckmann in der biblischen Rückbesinnung ein Schlüssel zu einem diakonischen Handeln, das auf die Liebe Gottes zu den Menschen antworten will: "Es ist die Perspektive der Liebe Gottes und die Sensibilität für die religiöse Seite der Menschen," die zu dem menschlichen Bemühen um die eigene Fachlichkeit hinzukomme. "Im Lichte der Liebe Gottes ist es uns als Mitarbeitende in der Diakonie möglich, das eigene Handeln anders wahrzunehmen." Es könne als Beitrag der Christin, des Christen in der Welt verstanden werden - und darin ein Sinn für das eigene Leben erkennbar sein. "Gottes Gegenwart ist uns verheißen, so können wir diakonisch handeln, so können wir unser Handeln, unsere Zuwendung als diakonisch verstehen."

An den Einführungsgottesdienst in der Adventskirche des Diakonissenmutterhauses Münster, an dem der Vorsitzende des Vorstands Wilfried Koopmann mitwirkte, schlossen sich Grußworte des Vorstands der Gesamt-Mitarbeitervertretung und des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. an.

Superintendent Klaus Majoress, Vorsitzender des Stiftungsrats, überbrachte Dr. Jens Beckmann Dank und Wünsche des Stiftungsrats der Evangelischen Perthes-Stiftung und zeigte sich erleichtert darüber, dass das Vorstandsteam mit Wilfried Koopmann nun wieder vollständig ist: "Nun ist die Verantwortung für die 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder auf zwei Schultern verteilt. Als Stiftungsrat schenken wir Ihnen unser Vertrauen und sind uns sicher, mit Ihnen die richtige Wahl getroffen zu haben!" Anschließend lud Majoress die - coronabedingt kleine - Festgemeinde zum Empfang in den Tagungsraum des benachbarten Domicils im Kreuzviertel ein.

Langjährige Wegbegleiter Beckmanns und der Perthes-Stiftung waren der Einladung zum Einführungsgottesdienst gefolgt und nutzen die Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Jens Beckmann, der zuvor als Pastor seit 2009 das Zentrum kirchlicher Dienste des Kirchenkreises Altholstein mit Sitz in Neumünster geleitet hatte.

Der 1966 in Bielefeld geborene Ostwestfale studierte evangelische Theologie in Bethel, Berlin, Hamburg und Bochum. Vikariat und eine Tätigkeit als Gemeindepastor führten ihn in den Norden. Später arbeitete der Theologe als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, wo er angehende Lehrer*innen ausbildete und mit einer Arbeit zur Kirchenreform der 2000er Jahre promoviert wurde. Verschiedene Fortbildungen im Bereich Sozialmanagement und Coaching komplettieren das Profil von Dr. Jens Beckmann, der besonders für die diakonische Profilierung verantwortlich sein wird: "In der Diakonie gehören Fachlichkeit, Wirtschaftlichkeit und theologisch-ethische Reflexion zusammen. Dazu möchte ich gern meinen Beitrag leisten, indem ich auf die religiöse Dimension in unserem Leben und Handeln hinweise." eps

 
RSS-Feed abonnieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu unserer Verwendung von Cookies sowie Datenschutz finden Sie unter Datenschutz.

OK