Jeder in seiner Eigenart und trotzdem alle zusammen.

Eine Pädagogik der Vielfalt.

Inklusion und Integration bedeuten nicht Gleichheit für alle, sondern eine differenzierte Förderung, in der Gemeinsamkeiten aktiv unterstützt werden, ohne dass die Individualität der Lernwege aus dem Blick geraten darf. Hier ist es wichtig, dass eine Lernumgebung geschaffen wird, die zur Selbstständigkeit verhilft, und ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen und spezifischen Bedürfnissen ist selbstverständlich.


In der Kindertageseinrichtung ermöglichen wir ein Leben und Lernen in allen Lebens- und Lernbereichen, deren Vielfalt durch unterschiedliche Entwicklungsniveaus, unterschiedliche Wahrnehmungsfähigkeiten, unterschiedliche Sprachen, Religionen, Nationalitäten und Kulturen geprägt ist.


Kinder lernen im Wesentlichen am handelnden Modell. Sie brauchen also vielfältige Modelle, um sich ganzheitlich zu entwickeln. Kinder lernen von Kindern. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen, die Kinder miteinander eingehen. Gemeinsame Spielprozesse nehmen einen zentralen Stellenwert in der Entwicklungsförderung der Kinder ein. Sie bekommen die Möglichkeit, mit Hilfe der Fachkräfte ihre Fähigkeiten gleichberechtigt einzubringen, ihre jeweiligen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Dies ist die  optimale Art und Weise, allen Kindern adäquate Lernbedingungen zu verschaffen, und sie individuell in ihren Entwicklungs- und Bildungsvorhaben zu unterstützen und ihnen einen gleichberechtigten Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu ermöglichen.


Unser Ziel ist es, auch den Kindern untereinander diese Vielfalt in der Gesellschaft und die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen bewusst zu machen und sie somit im Umgang miteinander zu sensibilisieren. Allen Kindern werden gleiche Chancen geboten und wir bemühen uns allen Kindern das Gefühl zu geben „Ich bin so wie ich bin in Ordnung“.
Manche Kinder benötigen eine zusätzlich Versorgung mit Hilfsmitteln (Brille, Hörgeräte, Medikamente) oder eine Medikamentenverabreichung, auch hier gehen wir auf die Neugierde der anderen Kinder ein und erklären, warum dieses Kind dieses Hilfsmittel benötigt. Ein Ausprobieren eines Hörgerätes ist dabei nicht ausgeschlossen.


Unabdingbar für das Gelingen einer vielfältigen Pädagogik ist die wertschätzende Zusammenarbeit mit den Eltern und ein multiprofessionelles Team, die im gemeinsamen Dialog ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven austauschen.
(Anmerkung: Deutschland hat 2006 die UN Konvention unterzeichnet, nach der ein „inclusive education system“ zu errichten ist. 2020 sollen 85 % der Kinder, die zur Zeit in Fördereinrichtungen sind, integriert sein. Alle Kinder sollen gleichberechtigten Zugang zum allgemeinen Bildungssystem bekommen.
Inklusion ist ein unumkehrbares Recht, das darauf abzielt, Kinder mit besonderen Förderbedarfen gleichberechtigten Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu sichern.)

Stefanie Tomberge    Ev. Sternkindertagesstätte, Münster

 
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