In der Kirchengeschichte hat Münster nach der Einführung der Reformation 1532 spektakuläre Berühmtheit erlangt durch die Herrschaft der Täufer und deren gewaltsame Niederschlagung durch den Bischof Franz von Waldeck 1534. Nach der Gegenreformation begann des evangelische Leben in Münster erst wieder unter der Herrschaft der Preußen mit der Errichtung einer eigenständigen Kirchengemeinde 1805.

Das ehemalige Konsistorium am Domplatz mit dem St. Paulus-Dom und dem Bischofssitz in unmittelbarer Nachbarschaft zur heutigen Bezirksregierung, ist nach dem Ende des 2. Weltkriegs als Landeskirchenamt nach Bielefeld gezogen.

Unser heutiges theologisches und spirituelles Profil ist durch einige starke Traditionsströme geprägt: die Beamten- und Soldatenfrömmigkeit unter preußischer Herrschaft, das volksmissionarisch-diakonische Engagement in der Tradition Johann Hinrich Wicherns, die Erfahrungen des Kirchenkampfes und der Bekenntnissynode des Kirchenkreises 1934, das Erbe der Flüchtlinge und Vertriebenen des 2. Weltkriegs vornehmlich aus Schlesien, die Entdeckung der evangelisch-katholischen Ökumene der 60er Jahre, die Frömmigkeit der russlanddeutschen Zuwanderer und die wachsende Zuwanderung junger Familien aus dem Ruhrgebiet.

 
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